Die Hochschulgruppe Die Linke.SDS reagiert empört über die Aussagen vom Studentenwerk Mannheim, wonach eine Nutzung von Konversionsflächen kein Thema sei und es derzeit keine Wohnungsnot gebe.
Mit einer fünftägigen Aktionswoche will der Studierendenverband nun mittels zahlreicher Infostände und 10.000 Flugblättern auf die Situation aufmerksam machen, dass das Studentenwerk Mannheim im aktuellen Semester über 3.000 Studierende mangels ausreichender Kapazitäten ablehnen musste. Die Argumentation von Studentenwerk-Leiter Jens Schröder, wonach mögliche US-Kasernen zu weit außerhalb lägen und deshalb nicht in Frage kämen, erscheint Linke.SDS-Sprecher Julien Ferrat absurd: „Die Hammond-Barracks sind beispielsweise eine einzige Straßenbahn-Station von der Dualen Hochschule entfernt. Die Turley-Barracks würden für zahlreiche Studierende eine Verbesserung zu den bestehenden Wohnheimen im Ulmenweg darstellen.“
In den Raum zu werfen, man könne sich vorstellen 2013 oder 2014 mal etwas Neues zu errichten, sei in Anbetracht des doppelten Abiturjahrgangs 2012 in Baden-Württemberg zynisch. Für Unmut sorgte insbesondere die Äußerung, wonach Studierende in den ersten Semesterwochen auch mal flexibel sein müssten. „Wir überreichen deshalb Herrn Schröder einen Gutschein für zwei Wochen Jugendherberge, damit er sich selbst einen Eindruck von der Lebenssituation vieler Studierender, die keine Wohnung gefunden haben, machen kann“, erläutert Linke.SDS-Sprecherin Sarah Hermes den Höhepunkt der Protestaktion.