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22. Februar 2011 Meldung, Linksjugend ['solid]

Linksjugend kritisiert Papierverbrauch an Schulen

[Pressemitteilung vom 22. Februar 2011]

Nach einer Stichprobe über den Papierverbrauch an Mannheims Schulen übt die Linksjugend heftige Kritik. Insbesondere bei der Papierbeschaffung sehen die jungen Linken schwere Defizite. Kaum eine Schule in öffentlicher Trägerschaft verwendet Umweltpapier, Frischfaserpapier gilt nach wie vor als Standard. Einzige positive Ausnahme ist die Helene-Lange-Schule, die mit ihrer Umwelterklärung 2005 Vorbildcharakter hat.

„Jeder Schüler erhält durchschnittlich rund 300 Unterrichtsmaterialien im Jahr ausgeteilt. Bei knapp 30.000 Schülern in Mannheim sind das jährlich sage und schreibe etwa 9 Millionen Arbeitsblätter“, zeigt sich Linksjugend-Kreissprecher Julien Ferrat vom enormen Ausmaß entsetzt. „Bei solchen Zahlen ist die Verwendung von Umweltpapier mehr als überfällig. Hier muss dringend etwas getan werden“, so Ferrat weiter.

Bereits im Jahr 2007 hat die Landesregierung den Beschluss gefasst, im öffentlichen Dienst auf einen breiten Einsatz von Umweltpapier zu achten. Bislang wurde dieser Beschluss jedoch nur unzureichend umgesetzt. Ob Recyclingpapier verwendet wird, hängt zurzeit allein von den jeweiligen Schulleitungen ab. Trotz der ökologischen Vorteile, entscheiden sich viele Schulen aus rational nicht vertretbaren Gründen immer noch gegen Umweltpapier.

„Da es immer noch Vorbehalte gegenüber dunklem Recyclingpapier gibt, sprechen wir uns für die Verwendung von Umweltpapier mit einem Weißheitsgrad von 80 Prozent aus“, erklärt Linksjugend-Kreisgeschäftsführer Simon Brehm. „Mit dieser Lösung wäre kaum ein Unterschied zu herkömmlichem Frischfaserpapier feststellbar und neben einer Kostenersparnis auch eine allgemeine Akzeptanz gewährleistet“, so Brehm abschließend.