
von links nach rechts: Hatice Coban, Akin Birdal, Kathrin Senger-Schäfer, Roland Schuster, Jutta Graf-Baier
Akin Birdal und Hatice Coban waren am 3. März im Rahmen einer Informationsreise durch Deutschland auch zu Besuch bei der LINKEN in Mannheim.
Die türkischen Politiker wurden begleitet von Vertretern des Kurdischen Vereins in Ludwigshafen und wurden im Mannheimer Büro empfangen von der Ludwigshafener Bundestagsabgeordneten Kathrin Senger-Schäfer, von den Mannheimer Landtagskandidaten Jutta Graf-Baier und Roland Schuster, von der Kreissprecherin Marianne Marten und von Stadtrat und Kreissprecher Thomas Trüper begrüßt.
Akin Birdal gilt in der Türkei eines der bekanntesten Persönlichkeiten. Er war jahrelang Vorsitzender des türkischen Menschenrechtsvereins, setzte sich immer wieder für eine Aussöhnung der Türken und der Kurden und für eine politische Lösung ein. Auch Gefängnisstrafen und ein versuchter Mordanschlag, den er knapp überlebte, konnten ihn in seinem Engagement nicht hindern. Dafür wurde er auch mit dem Menschenrechtspreis von amnesty international ausgezeichnet. Seit 2007 vertritt Akin Birdal sein Anliegen als Abgeordneter der Partei für Frieden und Demokatie (BMP) im türkischen Parlament. Akin Birdal wurde begleitet von Hatice Cobal, der Vorstandssprecherin der BMP.
Akin Birdal erläuterte die Menschenrechtssituation der Türkei. Er erwähnte den zurzeit laufenden Massenprozess gegen über 150 Politiker, darunter auch viele Bürgermeister. Sie werden angeklagt, weil sie sich für Gleichberechtigung türkischer und kurdischer Menschen eingesetzt haben. Die meisten sitzen im Gefängnis. Akin Birdal bat DIE LINKE darum, die Öffentlichkeit für den Prozess zu stärken, z.B. mit einer Beobachterdelegation. Akin Birdal wies auf die Bedeutung der am 12. Juni angesetzten Wahlen zum „Großen türkischen Nationalversammlung“ hin.
Außerdem wurde über die Probleme kurdischer Menschen in Deutschland gesprochen – wie die Anerkennung der kurdischen Sprache, Ausländerrecht und Kriminalisierung durch das PKK-Verbot. DIE LINKE sagte ihre Unterstützung zu.