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31. Mai 2011 Meldung, KV Mannheim, MdB Michael Schlecht

LINKE solidarisiert sich mit Streikenden in Mannheim

Unser Bundestagsabgeordneten Michael Schlecht (liegend) mit den Kolleginnen und Kollegen von Ver.di.

Die LINKE Mannheim unterstützte vergangenen Montag den europaweiten Streik der Alstom-Belegschaft, sowie der Beschäftigten des Einzelhandelns im Rhein-Neckar-Kreis auf dem Mannheimer Marktplatz. Kreissprecherin Elli Brinkschulte und der Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht betonen die Notwendigkeit des Engaments der Belegschaften für eine Sicherung ihrer Arbeitsplätze und eine menschwürdige Lohnpolitik. Die Alstom-Beschäftigten dürften nicht für die Fehler und das jahrelange Missmanagment der Unternehmenführung büßen. Ebenso sei die Lohnforderung der Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und der wachsenden Profite der Unternehmen mehr als gerechtfertigt.

Hier die Solidaritätserklärung an die Beschäftigen von Alstom, KBA, sowie des Mannheimer Einzelhandels:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

es gibt viele gute Gründe, heute hier auf dem Marktplatz zu stehen.

In Salzgitter kämpfen die Kolleginnen und Kollegen um einen Standortsicherungsvertrag. Dort soll die Belegschaft von 2800 auf 1400 Beschäftigte halbiert werden, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen und die Arbeitszeit erhöht werden – ohne Lohnausgleich!

Die Kolleginnen und Kollegen des Einzelhandels aus der Region haben heute bereits ihren 9. Streiktag. Wie immer in den letzten Jahren gehen sie massiv und, wenn es sein muss, wochen- und monatelang auf die Straße, um an dem vielbeschworenen wirtschaftlichen Aufschwung teilzuhaben, der aber nur ein Aufschwung der Profite ist.

Ihre Forderung von 6,5% mehr Lohn und Gehalt ist mehr als gerecht!

In Frankenthal, nur wenige Kilometer von hier entfernt, ist die Belegschaft von KBA seit dem 5. Mai für einen Sozialtarifvertrag in Vollstreik getreten. Ein Ende ist nicht abzusehen, denn ein Verhandlungsversuch ist am 25.5. gescheitert.

Seit 2003 werden hier kontinuierlich Arbeitsplätze abgebaut. Von einstmals 2000 MitarbeiterInnen sollen nach dem Willen der Geschäftsleitung jetzt weitere 200– 300 Menschen von den mittlerweile verbliebenen 660 ihre Arbeit verlieren.

In der Druckindustrie findet morgen eine neue Verhandlungsrunde statt. Auch dort haben in den letzen Wochen tausende von Beschäftigten, ob aus den Drucksälen oder aus den Redaktionen, an den Streiks beteiligt. Alle Beschäftigtengruppen aus der Verlags- und Druckbranche verspüren

Wut und Unverständnis über die starre Haltung der Arbeitgeber. Bei den Druck- und Verlagsbeschäftigten lösen die Arbeitgeberforderungen nach massiven

Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen und das Infragestellen von tariflichen Leistungen den Protest aus.

All denen, die heute hier auf dem Platz stehen, um ihren berechtigten Forderungen öffentlich und lautstark Nachdruck zu verleihen, wünschen wir viel Erfolg und einen langen Atem.