Zurück zur Startseite
7. Dezember 2011 dielinke.SDS, Pressemitteilung

Die Linke.SDS kritisiert Wahl des neuen Uni-Rektors

Julien Ferrat, Sprecher Die Linke.SDS Mannheim

Sarah Hermes, Sprecherin Die Linke.SDS Mannheim

Die Hochschulgruppe Die Linke.SDS übt deutliche Kritik an der Wahl des neuen Uni-Rektors Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, der im Oktober 2012 den scheidenden Prof. Dr. Hans-Wolfgang Arndt ablösen wird. Universitätsangaben zufolge sprach sich eine sehr große Mehrheit für den von einer Findungskommission nominierten Bewerber aus.

Die Linke.SDS bedauert diese Entscheidung ausdrücklich und findet hierfür deutliche Worte: „Mit der Wahl von Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, bis dato Leiter des pseudo-elitären internationalen Doktorandenzentrums GESS, zementiert die Universität Mannheim leider erwartungsgemäß ihren Kurs weg von der Breitenuniversität hin zur Elitenförderung. Es ist davon auszugehen, dass der Weg der letzten Jahre, der mehr Schein als Sein beinhaltet, nahtlos fortgesetzt wird“, erklärt Linke.SDS-Sprecher Julien Ferrat.

Die linke Hochschulgruppe gibt zudem zu bedenken, dass die Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre, an der von Thadden selbst lehrt, in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch eine enorme Kommerzialisierung aufgefallen ist. Der Studiengang Rechtswissenschaften wurde zugunsten von Unternehmensjura komplett abgeschafft. Die Veranstaltungen im Studiengang VWL sind zunehmend auf die Arbeitgebersicht fixiert.

Die Linke.SDS rechnet in den nächsten Jahren sogar tendenziell mit einer Verschärfung: „Dass der akademische Beirat des von Thadden gegründeten Doktorandenzentrums GESS mehrheitlich von Wirtschaftswissenschaftlern aus den USA besetzt ist, verdeutlicht anschaulich die wirtschaftliche und allgemeine Ausrichtung des künftigen Uni-Rektors. Es geht vorrangig um internationale Elite, wenig um kritische Wissenschaft oder gar um den regionalen Standort Mannheim“, bemängelt Linke.SDS-Sprecherin Sarah Hermes.