Der Gemeinderat hat gestern der Resolution des Regionalforums zur Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar zugestimmt. Dieser Beschluss erfolgt auf Grundlage der sog. „Konsenstrasse“, einer Streckenführung entlang der A67. Außerdem beinhaltet die Resolution die Ablehnung des ICE-Bypasses und fordert die Vollanbindung des Hauptbahnhofs Mannheim.
Roland Schuster, Landtagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis Mannheim-Nord:
„Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Trassenführung der Hochgeschwindigkeitsstrecke ist zu begrüßen. Nun ist die Deutsche Bahn am Zug. Sie sollte jetzt schleunigst das Planfeststellungsverfahren für diesen letzten Abschnitt der geplanten Bahnstrecke eröffnen. Das beinhaltet auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die die Auswirkungen u.a. auf Lärm, Grundwasser und Wald untersucht. Erst nachdem diese Vorrausetzungen erfüllt sind, wird über die genaue Trassenführung zu beschließen sein. Das kann sowohl die Variante „Konsenstrasse“ als auch die Variante „Direktanbindung“ sein. Sie sollte so umweltschonend wie möglich sein. Die Trasse sollte in diesem Bereich ähnlich wie im Pfingstbergtunnel in einem „gedeckelten Trog“ geführt werden. Die von wenigen Mannheimer Lokalpolitikern und Umweltverbänden entfachte Diskussion über die genaue Trassenführung ist momentan nicht zielführend. Die Aufgeregtheit wird mit den anstehenden Landtagswahlen zusammenhängen und dient der persönlichen Profilierung.
Es ist zu begrüßen, dass der Gemeinderat Mannheim wie auch die Regionalforen und Verbände weiterhin einhellig die Vollanbindung des Mannheimer Hauptbahnhofs fordern.
Nachdem nun schon seit 18 Jahren die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim in Planung ist, ist nun die Bahn am Zug! Damit endlich mit dem Bau der dringend notwendigen Schienen-Neubaustrecke begonnen werden kann.“