Zurück zur Startseite
28. November 2011 Pressemitteilung

Stuttgart 21 spaltet nach wie vor

„Die erste Volksabstimmung in Baden-Württemberg seit 40 Jahren war ein wichtiger Schritt zu mehr Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie“, kommentiert der Mannheimer Bundestagsabgeordnete, Michael Schlecht, die Abstimmung über das Ausstiegsgesetz zu Stuttgart 21.

 

Schlecht weiter: „Gleichwohl zeigt das Votum die nach vor wie vor tiefe Spaltung der Bevölkerung: Während landesweit 58% der Menschen gegen den Ausstieg stimmten, fanden sich in Städten wie Mannheim, Heidelberg oder Freiburg deutliche Mehrheiten für den Ausstieg aus Stuttgart 21. Die Kritik der Projektgegner, die ich teile, bleibt weiter bestehen. Insbesondere besteht die Gefahr, dass der Mannheimer Hauptbahnhof abgekoppelt wird, denn für die Immobilieninvestoren auf der freiwerdenden Gleisfläche in Stuttgart ist eine deutlich unter einer Stunde liegende Anbindung an Frankfurt von großer Bedeutung. Je Minute weniger Fahrzeit werden sich die Stuttgarter Immobilienpreise an denen in Frankfurt orientieren.

 

Kretschmann und Co. tragen nun die Verantwortung dafür, eine Kostenexplosion von Stuttgart 21 zu verhindern. Eine finanzielle Beteiligung des Landes an dem Spekulationsobjekt S21, die über die veranschlagten 930 Millionen Euro hinausgeht, darf es nicht geben“, so Schlecht.