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19:30 Uhr

Mit dem Elektroauto in die nächste Sackgasse: Warum die Elektromobilität den Klimawandel beschleunigt

Veranstaltung mit Winfried Wolf Donnerstag im Verdi-Haus Ludwigshafen, Kaiser-Wilhelm-Str. 7

 

Winfried Wolf studierte Politikwissenschaft. Er ist Chefredakteur von „Lunapark21 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“ und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac. Außerdem aktiv bei „Bahn für Alle“ sowie in der Bewegung gegen Stuttgart 21. Im März 2019 veröffentlichte er ein Buch mit dem gleichnamigen Titel des Vortrags (Wien 2019; Promedia; 220 Seiten). 2009 hatte er bereits das Buch „Verkehr, Umwelt, Klima.Die Globalisierung des Tempowahns“ veröffentlicht.

Seit 50 Jahren behauptet die Autoindustrie, es gäbe eine innere Reform der Autogesellschaft: mit Katalysator, mit Sprit sparenden Autos („Swatch-Car“), mit „Biosprit“. Jetzt propagiert sie das Elektroau­to. Dabei ist die CO2-Bilanz eines E-Autos über seinen Lebenszyklus hinweg kaum besser als die eines Autos mit (einem sparsa­men) Verbrennungsmotor.

Dazu kommen neue Probleme: E-Autos sind meist Stadt­autos und dabei Zweitwagen. Jede Lithium-Batterie verbraucht gewaltige Mengen Wasser. Kobalt ist knapp und mit Kinderarbeit verbunden. Die Entsor­gung der Batterien ist völlig ungeklärt. Eine flächen­deckende Ladestruktur würde zweistellige Milliarden Euro Investitionen erfordern. Der Flächenverbrauch eines E-Pkw ist ebenso zerstörerisch wie der eines herkömmli­chen Pkw. Vor allem wird beim E-Pkw die Problematik ergänzt um Gewinnung und Wiederver­wertung von anderen knappen Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und Kupfer.

Wolf sieht in der Entwicklung hin zu den Elektro-Autos eine neue Sackgasse. Er analysiert die Euphorie für Elektromobilität auch als logische Folge der aktuellen Konkurrenz in der Welt-Autobranche: die aufsteigenden chinesi­schen Autokonzerne wollen damit an die Weltspitze rollen - und für die Deckung des Strom­bedarfs mehr als 30 neue AKW bauen!. Die westlichen Autokonzerne sind vom chinesischen Markt abhängig.

Der Referent stellt uns darüber hinaus die Konzeption einer alternativen Verkehrsorganisation vor - überzeugend und finanzierbar. Damit widerlegt er die wichtigsten „Totschlagargumente“.

Wir laden ein zu einer informativen und spannenden Veranstaltung und Diskussion.

 

Eintritt frei –

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