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Aktionswoche Feminismus - "Mensch, lach doch mal!"

Hanna Böhm

Im Rahmen der Aktionswoche Feminismus haben wir auf Instagram unserer Abonentinnen zu Erlebnissen mit Sexismus befragt. Von insgesamt 18 Aussagen haben wir hier die traurigen Top 5 der häufigsten miterlebten Aussagen.

1. Mensch lach doch mal! Mit 93 Prozent
Damit ist die Erwartung an Frauen verbunden permanent gute Laune, Spaß und Unterhaltung zu verbreiten. Auch wenn die Situation gar nicht lustig ist.

2. Komm lass mal! Das ist keine Arbeit für eine Frau. Mit 86 Prozent
Aufgrund des Geschlechts bekommen Frauen Eigenschaften zugesprochen, die nicht zu
treffen. Oft zielt das auf körperliche Stärke an, die Frauen fälschlicherweise nicht zugetraut wird.

3. Bekommst du deine Tage oder warum bist du so gereizt? Mit 84 Prozent
Nein, ich bin so gereizt, weil du mich nicht ernst nimmst.  Auch Männer erleben hormonelle Schwankungen, die sich auf ihr Gemüt auswirken und darüber hinaus gilt natürlich: Die Ursache für schlechte Laune liegt bei jedem Geschlecht meistens doch in der Situation.

4. Du willst keine Kinder? Ach, das ändert sich bestimmt nochmal. Mit 76 Prozent
Liebe Leute: Jeder Mensch kann mit oder ohne Kinder ein erfülltes Leben haben.

5. Du bist zu dünn! Knochen wollen nur Hunde. Mit 61 Prozent
Auch ein klarer Fall von Bodyshaming. Uns haben viele Zitate erreicht, bei denen Frauen anhand von ihrem Gewicht bewertet wurden. Offenbar ist dieses Verhalten erschreckend
weit verbreitet.


Wir als Linke plädieren dafür, dass unsere Gesellschaft den Menschen mehr Raum für die freie Entfaltung bieten sollte. Klischees, Vorurteile, Diskriminierung packen Menschen in
unangemessene Schubladen. Dadurch lässt sich die Welt für manchereins leichter sortieren, mit der hochgefährlichen Konsequenz der Negierung von Menschenrechten für bestimmte Gruppen. In der Utopie einer Linken soll der Pluralismus gelebt werden und die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund stehen. Unsere kapitalistischen Lebensverhältnisse basieren darauf, dass Frauen strukturell bestimmte Arbeiten nicht zugetraut werden und ihnen eingeredet wird die Rolle einer Hausfrau erfüllen zu müssen. So leisten Frauen unentgeltliche Care-Arbeit, beuten sich quasi für ihre Familie aus, um vom System schlussendlich nur Armutsrenten zurück zu bekommen. Das muss aufhören!

Egal wie du dein Leben gestalten willst, deine Entscheidung ist legitim. Die Gesellschaft muss individuelle Lebensläufe aushalten und dich dabei sogar unterstützen können.

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