Immobilienhai greift nach Mietshäusern auf der Schönau
Wovor wir, DIE LINKE, seit Jahren warnen, wird nun auf unserer Schönau Realität: Spekulationen mit günstigem Wohnraum. Auf Kosten der Mieter*innen natürlich! Kein Einzelfall und die regierende Politik schweigt - deutschlandweit!
Was ist passiert?
Zum 1. Juni 2021 wurden jetzt mindestens 17 Wohnhäuser mit je 8 Wohnungen von einem Privateigentümer an einen Immobilienfonds, die DII Invest, verkauft, der dafür bekannt ist, rein auf Gewinnmaximierung zu arbeiten.
Die DII Wohninvest, eine Tochter der DII (Deutsche Invest Immobilien) wird sich voraussichtlich nicht anders verhalten, da sie sogar damit wirbt, dass sie "bevorzugt Wohnimmobilien mit hohem Wertsteigerungspotenzial in B-Städten" erwirbt, an "relevante Wertsteigerungshebel" wie Sanierungen ansetzt und danach die Wohnungen entweder hält oder eben gewinnbringend weiterverkauft.
Sie kaufte Anfang diesen Jahres bereits über 300 Wohnungen in Freiburg und erhöhte die Mieten schon wenige Monate danach um über 10 %! Da braucht niemand zu hoffen, dass es auf der Schönau anders laufen wird. Wir sind uns sicher, dass diese "Anpassungen" der Mieten zum Vorteil des neuen Eigentümers sehr bald kommen werden. Nicht umsonst hält die DII Immobilien im Wert von 2,5 Millarden Euro. 2.500.000.000,- €! Dafür muss unsereins sehr lange stricken bzw. schaffen.
Es zeigt sich wieder (!), dass Immobilienfonds immer mehr Einfluss auf den Wohnungsmarkt bekommen und diesen immer weiter abgrasen. Sie nutzen den für uns alle wichtigen Wohnraum als reines Spekulationsobjekt, um sich selbst die Taschen - rein auf unsere Kosten - vollzustopfen, sodass wir Mieter*innen uns die steigenden Mietpreise immer weniger leisten können.
DIE LINKE fordert daher die Enteignung von Immobilienkonzernen, einen bundesweiten Mietendeckel und mehr preiswerten und öffentlichen, genossenschaftlichen oder gemeinschaftlichen Wohnungsbau!
Denn wenn nicht, werden wir Mieter*innen immer weiter und schneller von den Immobilienkonzernen enteignet!
Private Immobilienkonzerne schaffen fast nie preiswerte Wohnungen. Im Gegenteil!

