Schließung von Kaufhof N7 und Café Journal: Sicherheit für Beschäftigte und Unterstützung für Kleinbetriebe!
Am Freitagnachmittag, 19.06.2020, wurde bekanntgegeben, dass bundesweit etwa ein Drittel aller Filialen des Kaufhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof schließt. Darunter fällt auch die Mannheimer Filiale in N7 in der Kunststraße. Bei den dort 75 verbliebenen Beschäftigten sorgt das für enorme Verunsicherung über ihre Arbeitsplätze. Die Filiale am Paradeplatz bleibt indes erhalten.
„In den vergangenen Jahren hat es der Konzern versäumt, beide Standorte attraktiv und zukunftsfähig zu halten. In der Filiale am Paradeplatz wurde vor wenigen Jahren zumindest der Erdgeschossbereich modernisiert. In N7 hingegen wurde zu wenig getan, um mehr Publikum anzulocken. Die Ansiedlung des asiatischen Supermarkts im Untergeschoss ist zwar eine interessante Ergänzung des Warenangebots, aber dies hatte wohl nur den Zweck, Kaufhof Mieteinnahmen zu beschaffen. Ein sinnvoll zwischen beiden Filialen aufeinander abgestimmtes Warenangebot und eine zeitgemäße Innenausstattung in N7 hätten sicherlich für mehr Kundschaft gesorgt. Denn der stationäre Einzelhandel in der Innenstadt muss gegen den zunehmenden Online-Handel verteidigt werden“, findet Dennis Ulas, Sprecher der Mannheimer LINKEN.
Hanna Böhm, LINKE-Stadträtin in Mannheim, erklärt: „Nicht nur große Ketten, sondern auch kleine Betriebe, wie z.B. das Café Journal am Marktplatz, sind in Gefahr. Diese Betriebe kämpfen seit Jahren mit hohen und weiter steigenden Mieten und können diese Kosten kaum noch decken. Das führt einerseits zur zunehmenden Verödung durch Schließungen und Leerstände, andererseits zum Aussterben kleiner inhabergeführter Geschäfte und zu Eintönigkeit durch die Präsenz großer Handelsketten in den Innenstädten. Für kleine Betriebe fordern wir Unterstützung, damit unsere Innenstadt nicht ausstirbt, bspw. durch einen Mietendeckel für derartige Gewerbeflächen. Von größeren Ketten wie Galeria Karstadt Kaufhof fordern wir ein verantwortungsvolles und sozialverträgliches Wirtschaften. Die Versäumnisse des Warenhauskonzerns dürfen nicht auf Kosten der Beschäftigten ausgetragen werden. Zumindest muss garantiert werden, dass alle Beschäftigten aus N7 in der Paradeplatz-Filiale übernommen werden.“
